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Chalets: 5 Gründe, ein Ferienhaus zu sharen

Chalet im Winter


Chalets sind die traditionellen Holzhäuser der Alpen mit ihren weit überstehenden Satteldächern. Man findet sie von Frankreich bis Österreich. In Österreich sogar fast in allen Bundesländern. Manche sind ganz aus Holz gefertigt, andere haben Holzverschalungen aus Brettern oder Schindeln. Für den Bau wurden lokal verfügbare Baustoffe wie Holz, Stein und Verputz verwendet. Allen gemeinsam ist, dass sie jede Menge Romantik und heimelige Gemütlichkeit versprühen.


Vom Chalet zum Chaletdorf


Der französische Begriff Chalet stammt übrigens aus der französischsprachigen Schweiz, wo besonders viele dieser Chalets zu finden sind. Ursprünglich leitet sich die Definition von Chalet vom lateinischen Wort „cala" ab und bedeutet „geschützter Ort". Während Chalets damals ausschließlich Berg- und Sennhütten waren, werden heute auch Ferienhäuser als Chalets bezeichnet, die diesem Baustil folgen. In der Schweiz nimmt man das Ortsbild übrigens sehr ernst, und in einigen Gemeinden dürfen Neubauten ausschließlich als Chalets ausgeführt werden.

Die beliebte alpine Holzbauweise trägt mit dazu bei, dass der Begriff „Chalet" fast schon inflationär gebraucht wird. Und so kommt es, dass Chalets nicht mehr nur in abgelegenen Lagen zu finden sind, sondern so gut wie überall. Von Alleinlage kann kaum mehr die Rede sein, meist gruppieren sich solche Chalets in Chalet-Dörfern. Und nicht selten blickt man statt in eine beeindruckende Gebirgslandschaft ins Wohnzimmer des Nachbar-Chalets. Manchmal ist das Chalet sogar mehrere Hundert Quadratmeter groß und gliedert sich in Chalet-Apartments.

Chalet-Dörfer punkten meist mit einem erweiterten Wellness- und Spabereich, der allen Gästen zur Verfügung steht, sowie durch eine attraktive Lage, die ganzjährig zahlreiche Freizeitaktivitäten in der näheren Umgebung ermöglicht: Baden im Sommer, Schifahren und Snowboarden im Winter und Wandern in der Haupt- und Nebensaison. Darüber hinaus vielleicht noch ein attraktives Genuss- und Kulturprogramm.


  • Chalets waren ursprünglich Berg- und Sennhütten der Alpen
  • Der Baustil wird gerne übernommen, daher findet man Chalets nicht nur auf Almen
  • Alleinlagen sind eher selten, vielerorts wurden Chaletdörfer und Chalet-Apartments errichtet
  • Chaletdörfer bieten ein umfangreiches Angebot an Zusatzleistungen an


5 gute Gründe, im Winter ein Chalet zu mieten

Chalets


1) Zahlreiche Chalets befinden sich direkt an Schipisten oder Rodelbahnen. Nach dem Frühstück gleich die Schi anschnallen und losfahren ist bedeutend attraktiver, als relativ umständlich mit dem PKW oder dem Shuttlebus anzureisen. 

Solche Chalets sind natürlich rasch vergeben und von Stammgästen oft schon auf Jahre im Voraus reserviert


2) Gemeinsam und doch privat urlauben: Ob mit Familie, Freunden oder gleich beiden – im Chalet fühlen sich alle wie zuhause. Ungezwungen und kuschelig soll es sein. Spaß haben, gemeinsam kochen und Spieleabende am Kaminfeuer sorgen für Wohlbefinden und stärken die Beziehungen. 

Zusammen eine schöne Zeit verbringen, an die man immer wieder gerne zurückdenkt.


3) Kinder brauchen Auslauf, aber gerade im Winter werden sie oft zu Stubenhockern. Zugegeben: In Großstädten sind Kinder das ganze Jahr über kaum im Freien. Schneearme Wohngegenden bieten kaum Anreize, draußen zu spielen. Der Winterurlaub im Chalet ist anders: Hier müssen Kinder kein ganztägiges Animationsprogramm durchlaufen, sondern beschäftigen sich am liebsten gemeinsam draußen. Ob Schlittenfahren oder Iglubauen, ihnen fällt bestimmt jeden Tag etwas Neues ein. 

Und SmartPhone oder WLAN sind plötzlich ganz vergessen.


4) Sportbegeisterte können sich tagsüber auspowern beim Schifahren, Snowboarden oder Schneeschuhwandern und sich abends am offenen Kamin erholen oder im Wellnessbereich entspannen. Sich selbst etwas Gutes tun, ganz im Jetzt zu sein, ist für viele stressgeplagte Städter eine willkommene Abwechslung, aus der sie neue Kraft schöpfen. 

Sich selbst ein bisschen Auszeit von „da unten" gönnen, kann so wohltuend sein.


5) Romantisches Alleinsein zu zweit: Gemeinsam kuscheln im heimeligen Chalet und sich zwischendurch auch gemeinsam mal die Nase abfrieren bei einer Pferdeschlittenfahrt oder Rodelpartie, mehr braucht man als verliebtes Paar nicht, um glücklich zu sein. Bezaubernde Schneelandschaften laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein, vielleicht aber auch zu einer lustige Schneeballschlacht. 

Aufgewärmt wird am Kaminfeuer bei einem Gläschen Wein.


Chalets mieten oder kaufen?


Weil Chalets seit jeher für urige Romantik stehen, lassen sie sich gut vermarkten, besonders jene im Luxussegment: Von außen manchmal noch ein fast normales Chalet, innen aber überkomplette High-Tech-Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt: 

Privater Swimmingpool oder zumindest Whirlpool, Infrarotsauna, smarte Haustechnik mit zentraler Steuerung von Licht, TV und Audio. Dafür blättert das internationale Großstadtpublikum schon gerne mal 1.000 Euro und mehr pro Person und Nacht hin. Selber kochen auf dem Sparherd muss hier übrigens niemand mehr, denn das Essen kommt auf Wunsch auf Bestellung. Auch ein Nanny-Service ist häufig Standard.

Falls man beabsichtigt, öfter mal hier Urlaub zu machen, erscheint es wahrscheinlich vernünftiger, gleich ein eigenes Chalet ganzjährig zu mieten. Gerade zu Weihnachten und Silvester sind die Wochenmieten nämlich noch mal deutlich teurer. Betriebs- und Nebenkosten machen zwar auf die Dauer des Mietvertrages auch ein hübsches Sümmchen aus, das erst mal verdient werden muss, sind aber dennoch überschaubarer.

Und wenn Du jetzt vielleicht an eine zwischenzeitige Untervermietung über eine der Internetplattformen wie FeWo-direkt denkst, könnte Dir der Mietvertrag einen Strich durch die Rechnung machen. Die meisten Mietverträge schließen nämlich eine touristische Untervermietung explizit aus.

Wer lieber ein ganz privates – meist entsprechend teures - Chalet kaufen möchte, sollte sich bewusst sein, dass viele Gemeinden Zweitwohnsitzen einen Riegel vorschieben. Außerdem musst Du Dich fragen, ob sich die Sache wirklich rechnet, denn so viel Romantik verstellt oft den Blick auf die wahren Kosten. 

Auch wenn es eine tolle Sache ist, solch ein Chalet zu besitzen, könnte es sich auf Dauer als sehr teures Hobby entpuppen. Und hast Du Dich eigentlich schon gefragt, ob es Dir wirklich Spaß machen würde, Jahr für Jahr Deinen Urlaub am selben Ort zu verbringen?

Nicht zu vergessen: Dein Chalet muss auch den Rest des Jahres erhalten und beheizt werden. Schadensfälle werden oft viel zu spät bemerkt, weil man nur selten da ist. Man braucht Vertrauenspersonen, die immer wieder mal nach dem Rechten sehen. Leider sind auch Ferienhäuser, die nicht ständig bewohnt werden, generell beliebte Ziele von Einbrechern.

Als Eigentümer könntest Du prinzipiell Dein Chalet an Tagestouristen vermieten, der Aufwand ist allerdings enorm, wenn Du selbst nicht vor Ort wohnst. Es gibt zwar Serviceagenturen, die sich um die Vermietungen kümmern, doch die Kosten für diese Serviceleistung stellen meist eine wirtschaftliche Vermietung in Frage.


  • ​Wochenmieten für Chalets sind meist teuer, besonders zu Weihnachten und Silvester
  • Ganzjährige Miete: Der Mietvertrag erlaubt meist keine touristische Untervermietung
  • Selten genutzt, aber ganzjährige Kosten
  • Chalets im Eigentum: viele Gemeinden untersagen Erwerb von Zweitwohnsitzen
  • Touristische Vermietung des eigenen Chalets ist sehr aufwendig

Statt mieten oder kaufen: Chalets sharen!


Nun bist Du aber vielleicht schon stolzer Besitzer eines Chalets und kennst die "Begleiterscheinungen". Aufgeben möchtest Du Dein Chalet auf gar einen Fall, denn Du liebst Deinen persönlichen Rückzugsort. Aber es würde Dir wahrscheinlich wenig ausmachen, das Chalet während Deiner Abwesenheit mit ein oder zwei anderen Nutzern abwechselnd zu teilen.

Für jeden von Euch stünde mehr als genug Zeit zur Verfügung, das Bergleben ganz ungestört zu genießen. Und die Kosten würdet Ihr Euch teilen. Auch ein kleines Zusatzeinkommen für Dich wäre bestimmt noch drin. Damit könntest Du beispielsweise laufende Erhaltungs- und Adaptierungsarbeiten finanzieren. Ein neues Badezimmer oder ein schöner Kachelofen vielleicht.

Dein Sharing-Partner, den Du Dir auf reposée ausgesucht hast, wünscht sich ein Chalet wie Deines. Er möchte sich aber finanziell nicht binden und bevorzugt es, dann und wann auch andere Gegenden zu erkunden. Gemeinsam schließt Ihr einen Share für die Dauer einer Saison von 2 bis 12 Monaten und legt fest, in welchem Rhythmus Ihr das Chalet abwechselnd nutzen wollt. Damit Du Dir keine Sorgen um Deine Einrichtung machen musst, ist eine Versicherung beim Abschluss des Shares bereits inkludiert.

​Infos zu Sharing von Chalets auf reposée:

​​Infos zu Haustausch von Chalets auf reposée:


Tipps für Deine Chalet-Suche


Chalets mit grandiosem Ausblick auf zahlreiche Berggipfel findest du in Tirol. Aber auch Südtirol und Bayern sind ein heißer Tipp. Besonders beliebt sind natürlich Chalets in der Schweiz. Nirgendwo sonst scheinen sie sich besser in die Landschaft einzufügen als hier. Vielleicht liegt das auch ein bisschen an der Fernsehserie „Heidi", die Dich als Kind begleitet hat.

Und ja, es gibt sie noch, die einfachen Chalets von damals. Ganz ohne Luxus, aber dafür mit einzigartigem Charme und langer Geschichte. Nur suchen musst Du sie, doch Deine Suche wird bestimmt belohnt: Auf Zeitreise gehen, sich zu reduzieren und dabei unvergessliche Urlaubserinnerungen sammeln, schärft den Blick für das, was wirklich wichtig ist im Leben. Und so manches, was einen bedrückt, verliert mit dem Abstand an Bedeutung.

Über Tipps für schöne Gegenden haben wir auch in unserem Beitrag "Almhütte mieten: 7 schönsten Gegenden" geschrieben: https://www.reposee.com/blog/berghuette-mieten-die-7-schoensten-gegenden 


Haustauschferien in der Region Kitzbühel
Almhütte mieten: 7 schönsten Gegenden
 

Kommentare 1

Gäste
Gäste - Karl am Samstag, 24. November 2018 15:17

Danke. Schaut sehr schön aus. Werde mal hier stöbern...

Danke. Schaut sehr schön aus. Werde mal hier stöbern...
Gäste
Montag, 10. Dezember 2018

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